07.02.2012 02:02
 Startseite   Kontakt 
Impressum   
 CDU Ortsverband Römerberg
 




In der Navigationsleiste finden Sie unter der Schaltfläche
Aktuelles
16.07.2010, 07:53 Uhr | Übersicht | Drucken
Die Schlingpflanzen am Baggersee werden beseitigt

Die CDU Römerberg hat den Erhalt und die Förderung des Naherholungsgebiets seit vielen Jahren auf ihrer Agenda.
Die Gemeindeverwaltung - und hier nicht zuletzt Franz Zirker - hat zwischenzeitlich Großes geleistet (wir berichteten).
Mit dem ersten Abmähen der Schlingpflanzen im großen Badesee ist ein weiterer Schritt zur Steigerung der Badequalität erreicht:


Mähen für mehr Beinfreiheit

RÖMERBERG: Spezielles Boot kürzt Pflanzen im Badesee Mechtersheim


Für Friedrich G. Schunke und seinen Mitarbeiter Stefan Metzger ist derzeit Hochsaison. Täglich sind sie mit ihrem Mähboot auf Badeseen und anderen Gewässern in ganz Deutschland unterwegs, um diese von Wasserpflanzen zu befreien. Gestern waren sie - drei Tage später als geplant - im Mechtersheimer Naherholungsgebiet zugange.


Wie groß die Menge sein werde, die bis zum Abend aus dem Wasser geholt wird, konnte Schunke nicht abschätzen. „Das Ganze besteht ja zu 98 Prozent aus Wasser", sagte er. Knapp 7500 Quadratmeter musste er mit seinem Mähboot beackern, um den Badegästen ab heute ein angenehmeres Schwimmgefühl zuteil werden zu lassen. Tannenwedel, kanadische Wasserpest, Froschbiss und Laichkraut wurden gestern entfernt. Zwar sind die entsorgten Pflanzen nicht gesundheitsschädlich, aber das glibberige Grün an Armen und Beinen störte viele. Wie berichtet, hatte das Landesamt für Gewässerschutz erklärt, dass der Wuchs von Wasserpflanzen in einem See „aus ökologischer Sicht immer ein gutes Zeichen" sei. Sie zeugten von guter Wasserqualität.


Gestern war der erste Einsatz des neuen Mähwerks des Spezialboots. Wie berichtet, ging das Vorgänger-Mährwerk am Dienstag kaputt, ein neues Schneidewerkzeug musste in Schweden, dort kommt das amphibienbootähnliche Mähboot her, bestellt werden. Mit seinen 1,4 Tonnen Gewicht bewegte sich das Boot mit drei Stundenkilometern Geschwindigkeit auf dem Wasser, schnitt in bis zu drei Metern Tiefe die Schlingpflanzen ab, gesteuert durch zwei Joysticks am Fahrersitz. „Die Mäh-Arme sind jeweils zwei Meter lang", informierte Stefan Metzger. Zwischendurch wurden diese mit einem Rechen getauscht, der die an der Wasseroberfläche schwimmende Biomasse in Richtung Ufer „kehrte". Wenngleich der Wind die Pflanzen gestern gen Strand blies, warf Metzger ein: „Das Bergen dauert dreimal so lang wie das Schneiden." Der Bauhof bringt den Schnitt zur Kompostieranlage Zeller nach Mutterstadt.


Explosionsartig seien die Pflanzen in den letzten Wochen in deutschen Gewässern nach oben geschossen, dementsprechend groß seien die Anfragen bei Schunkes Firma mit Sitz in Offenbach am Main. „Das Mähen von Badeflächen war rückläufig gewesen, aber auf Grund des Klimawandels hat es in den vergangenen drei, vier Jahren wieder zugenommen", berichtete er. Die Schlingpflanzen komplett zu entfernen, sei nicht gut für das Ökosystem, zu viel im See zu lassen, schade diesem ebenfalls, sagte er. An den Mitarbeitern des Bauhofs war es, die Pflanzenhäufchen am Rande des Sees einzusammeln. Leiter Gerhard Jester hatte dazu Gabeln, Radlader und einen Bulldog angefordert. Wie berichtet, kostet das Naherholungsgebiet die Gemeinde 50.000 Euro im Jahr, darin sind auch die Kosten für die Mäheinsätze enthalten. Ein Einsatz des Mähboots kostet mehrere tausend Euro. (xsm)

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.162
Datum: Freitag, den 16. Juli 2010
Seite: Nr.19


aktualisiert von Mathias Müller, 16.07.2010, 08:01 Uhr


Ältere Artikel finden Sie im Archiv.
Termine
News-Ticker
Impressionen
CDU Landesverband
Rheinland-Pfalz

Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
 
   
0.71 sec. | 12232 Visits